Traumatherapie

Was ist ein Trauma?

Als Trauma bezeichnet man ein Lebensereignis, das die Bewältigungsmöglichkeiten eines Menschen zum Zeitpunkt des Geschehens überfordert. Sei es, dass die Erfahrung und das Wissen nicht ausreicht, um das Erlebte angemessen zu verarbeiten, sei es, dass das soziale Umfeld weder Erklärung noch Trost vermitteln kann. So bleibt das Trauma als psychischer Stressfaktor erhalten. Der Satz “Die Zeit heilt alle Wunden“ stimmt in diesem Fall nicht, da sich das Trauma durch bewusstes oder unbewusstes Wiedererleben bis zu Jahrzehnten verfestigt.

Beispiele von Traumaerfahrungen:

  •  Bindungsstörung,
  • Vernachlässigung,
  • Gewalt oder sexueller Missbrauch in der Kindheit,
  • Kriegserlebnisse,
  • Akute Gewalterfahrungen (z.B. Amoklauf),
  • Belastende als lebensbedrohend erlebte Ereignisse (z.B. Krankheit, Unfall)

Welche Folgen hat ein Trauma?

Reaktionen auf ein Trauma sind der Versuch, mit dem Erlebten fertig zu werden, also Überlebensstrategien. Diese Überlebensstrategien können zu schwerwiegenden Symptombildungen führen, die unbehandelt chronisch fortbestehen. Sie können so quälend sein, dass sie den Alltag des Traumatisierten behindern und das ganze Lebensumfeld beeinträchtigen, z. B. in Form von

  • Depressionen
  • Ängsten
  • Suchtentwicklung
  • Intrusionen
  • Hoher vegetativer Erregung

Therapeutische Möglichkeiten

In einer Traumatherapie mit einer erfahrenen Traumatherapeutin kann eine erneute „Verarbeitung“ nachgeholt werden. Eine andere Sicht auf das Trauma, Lernen neuer Verhaltensweisen, einen „sicheren Ort“ finden, Nachnähren und Wachsen sind nur einige der Möglichkeiten um Selbstheilungskräfte zu aktivieren und Selbstregulation zu fördern. Ziel der Anstrengungen ist, mit dem Entsetzen besser leben zu können und „Herr über das eigene Leben“ zu werden.

Therapeutische Methoden:

  •  Stabilisierungstechniken
  • Resourcenaktivierung
  • EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
  • PITT (Psychodynamische Imaginative Traumatherapie)
  • Ego State Therapie
  • Konfrontationstherapie